Neuigkeiten und Ankündigungen
Tag der Industrie und Wissenschaft 2026 bei Infineon Dresden
Wir laden Sie sehr herzlich zur Festveranstaltung anlässlich des Tages der Industrie & Wissenschaft am 23. Februar 2026 bei Infineon Technologies Dresden ein.
Freuen Sie sich auf einen festlichen Abend mit hochkarätigen Impulsen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, der Verleihung der Deutschlandstipendien des Industrievereins Sachsen 1828 e.V. sowie des Industrieverein-Förderpreises „Richard Hartmann“. Den Festvortrag hält der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Michael Kretschmer, zum Thema „Sachsen 2030 – Impulse für eine starke Industrie- und Forschungsregion“.
Die Teilnahme an der Veranstaltung, inkl. Buffet und Getränken, beträgt für Mitglieder des Vereins 35 Euro und für Gäste 70 Euro. Bitte wählen Sie entsprechend Ihr Ticket aus. Bitte beachten Sie, dass die Gästeanzahl begrenzt ist.
Wir freuen uns sehr, Sie am 23. Februar begrüßen zu dürfen.
Datum: 23.02.2026, ab 16.00
Ort: Infineon Technologies Dresden, Königsbrücker Straße 180, 01099 Dresden
16.30 Uhr Empfang
17.00 Uhr Führung durch den Infineon-Standort
18.00 Uhr Empfang
18.30 Uhr Beginn der Festveranstaltung
Begrüßung | Vorstellung Industrieverein
Prof. Dr. Martin Dix, Präsident des Industrievereins Sachsen 1828 e.V.
Begrüßung | Vorstellung Infineon und Silicon Saxony
Raik Brettschneider, Geschäftsführer Infineon Technologies Dresden und Vorstand Silicon Saxony
Verleihungen
- Deutschlandstipendien des Industrievereins Sachsen 1828 e.V.
- Industrieverein-Förderpreis „Richard Hartmann“
Festvortrag „Sachsen 2030 – Impulse für eine starke Industrie- und Forschungsregion“
Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen
Meeting bei SITEC zur Kulturhauptstadt-Legacybewerbsfähigkeit und Zukunftssicherung
Im Rahmen eines Meetings des Industrievereins bei der SITEC Industrietechnologie GmbH stand die Frage im Mittelpunkt, welche Rolle Industrie, Innovation und Kultur nach dem Kulturhauptstadtjahr Chemnitz 2025 einnehmen können. Zentrale Impulse lieferte Stefan Schmidtke, Geschäftsführer der Chemnitz 2025 gGmbH, der die Entwicklung der Kulturhauptstadt, ihre Wirkung und die anstehenden Aufgaben der Legacy einordnete.
Zu Beginn erhielten die Teilnehmenden bei einem Rundgang durch Produktion und Entwicklung von SITEC Einblicke in die Arbeitsweise des international tätigen Maschinenbauunternehmens mit Standorten in Deutschland, China und den USA. Dabei wurde deutlich, dass Digitalisierung bei SITEC kein abstraktes Zukunftsthema ist, sondern fester Bestandteil des industriellen Alltags.
Vorgestellt wurden digitale Produkte und datenbasierte Lösungen, mit denen Produktionsanlagen in Echtzeit überwacht und gesteuert werden. Über eine eigens entwickelte Plattform werden Maschinendaten transparent visualisiert, verständlich aufbereitet und für schnelle Ursachenanalysen genutzt. Ergänzt wird dies durch automatische Reports sowie KI-gestützte Auswertungen, die Produktionsverantwortlichen fundierte Entscheidungen ermöglichen und Prozesse effizienter machen.
Darüber hinaus wurde die Bandbreite moderner Laseranwendungen sichtbar – von sicherheitsrelevanten Komponenten im Automotive-Bereich bis hin zu hochpräzisen Mikroanwendungen in der Medizintechnik. Der Rundgang zeigte anschaulich, wie Innovationskraft aus der eigenen Produktion heraus entsteht und als praxiserprobte Lösung auch für andere Unternehmen nutzbar gemacht wird.
An diese Eindrücke schloss sich eine inhaltlich dichte Diskussion zur Legacy der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 an. Zentrale Leitfrage war, ob 2025 als Abschluss zu verstehen ist oder als Aufbruch für die kommenden Jahre. Der Tenor war eindeutig: Die Kulturhauptstadt war kein Endpunkt, sondern ein Startsignal. Spürbar geblieben sind eine neue Sichtbarkeit der Stadt, mehr Offenheit im Austausch sowie neue Verbindungen zwischen Kultur, Wirtschaft und Stadtgesellschaft.
Gleichzeitig wurde offen thematisiert, dass das Jahr 2026 als sogenanntes Brückenjahr gestaltet wird. Haushaltslogiken machen eine langfristige strukturelle Verankerung vieler Projekte erst mit dem Doppelhaushalt 2027/28 möglich. Umso wichtiger ist es nun, bestehende Initiativen zu reflektieren, tragfähige Strukturen zu entwickeln und Perspektiven für eine nachhaltige Weiterführung zu eröffnen.
Als eines der zentralen Bottom-up-Projekte der Kulturhauptstadt wurde Makers United hervorgehoben. Internationale Maker-Residenzen, niedrigschwellige Zugänge sowie die Begeisterung junger Menschen für MINT, Technik und Kreativität stehen exemplarisch für den Geist von Chemnitz 2025. Gleichzeitig stellt sich – wie bei vielen Kulturhauptstadtinitiativen – die Frage nach der künftigen Ausgestaltung: als Teil der offiziellen Legacy oder über eigenständige Modelle mit Partnern und Sponsoren.
In der Diskussion wurde deutlich, dass Industrie dabei mehr sein kann als reiner Geldgeber. Unternehmen können Kultur als Brücke nutzen, um neue Zielgruppen zu erreichen, junge Menschen anzusprechen und gesellschaftliche Verantwortung sichtbar zu machen. Umgekehrt profitieren Kulturprojekte von industriellem Know-how, Verlässlichkeit und starken Netzwerken.
Der Industrieverein Sachsen 1828 e.V. hat sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich angeboten, künftig als Brückenbauer zwischen Unternehmern und Kulturschaffenden zu wirken. Ziel ist es, Akteure aus Industrie, Kultur und Zivilgesellschaft zusammenzubringen, Kooperationen anzubahnen und Projekte an der Schnittstelle von Industrie, Innovation, Kultur und gesellschaftlichem Zusammenhalt aktiv zu unterstützen.
Der Abend bei SITEC machte deutlich: Die Zukunft der Kulturhauptstadt-Legacy entscheidet sich dort, wo Praxis, Offenheit und gemeinsames Gestalten aufeinandertreffen – in den Unternehmen, in der Kultur und in starken Netzwerken dazwischen.
Am Meeting nahmen neben Mitgliedern des Industrieverein Sachsen 1828 e.V. auch Gäste des Landesverband Industriekultur Sachsen e.V. teil. Zudem war die Veranstaltung zugleich Ort des Stipendiaten-Stammtischs der Technische Universität Chemnitz mit Beteiligung des Career Service TU Chemnitz – ein passender Rahmen, um die Brücke zwischen Industrie und Nachwuchs weiter zu stärken.
Impressionen (Fotos Ines Escherich)
Gelungener Jahresauftakt - Impulse für Transformation, Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherung
Mit dem Jahresauftakt bei der WP Holding eröffnete der Industrieverein Sachsen 1828 e.V. das neue Jahr mit einem inhaltlich dichten Abend, der aktuelle Herausforderungen der südwestsächsischen Wirtschaft ebenso beleuchtete wie konkrete Lösungsansätze und Zukunftsperspektiven.
In seiner Begrüßung betonte Präsident Prof. Dr. Martin Dix die Rolle des Industrievereins als Netzwerk zwischen Industrie, Wissenschaft und Gesellschaft. Er verwies auf zentrale Termine des Jahres – darunter Science2Industry, den Tag der Industrie und Wissenschaft bei Infineon, die Jahreshauptversammlung mit Ausblick auf das Jubiläumsjahr 2028 sowie die Gala des Industrievereins – und ordnete den Abend in den Kontext der laufenden Arbeiten am Masterplan zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Südwestsachsen ein.
Masterplan Südwestsachsen: Orientierung in der Transformation
Torsten Spranger, Geschäftsführer der IHK-Regionalkammer Zwickau, beschrieb die aktuelle Lage als Erneuerungskrise: Nicht Insolvenzen, sondern zu geringe Investitionen, zu wenig Neugründungen und fehlende Zukunftsorientierung seien das Kernproblem. Der Masterplan müsse klären, womit Südwestsachsen künftig Wertschöpfung erzielen kann. Zentrale Handlungsfelder seien Wirtschaft, Infrastruktur, Innovation und Bildung – ergänzt um Fragen der Energieversorgung, Digitalisierung, Qualifizierung und Finanzierung. Entscheidend sei, dass der Masterplan rechtzeitig in laufende politische Prozesse einfließt, um Wirkung zu entfalten.
WP Holding: Vielfalt, Synergien und Kreislaufwirtschaft
Heiko Nowak zeigte am Beispiel der WP Holding, wie sich ein vermeintlich klassisches Transportunternehmen zu einem hoch integrierten Industrie-, Logistik- und Recyclingakteur entwickelt hat. Die vier Säulen Spedition, Logistik, Produktion und Recycling greifen eng ineinander. Besonders hervorgehoben wurden industrielle Recyclingkompetenzen – bis hin zum Lithium-Ionen-Batterierecycling – sowie die strategische Bedeutung der Kreislaufwirtschaft für einen rohstoffarmen Wirtschaftsraum Europa. Auch die positiven Erfahrungen mit E-Mobilität im Schwerlastverkehr unterstrichen den Innovationsanspruch des Unternehmens.
Fachkräftemangel und KI: Arbeitsfähigkeit sichern
Prof. Teich machte deutlich, dass der Fachkräftemangel in den kommenden Jahren dramatisch zunimmt: Rund 30 Prozent der Arbeitskräfte werden altersbedingt ausscheiden. Künstliche Intelligenz sei daher weniger Ersatz für Beschäftigte als vielmehr ein Mittel, Arbeitsfähigkeit trotz Personalmangels zu sichern. KI-basierte Softwareagenten, Wissensmanagement und digitale Assistenzsysteme ermöglichen es, Erfahrungswissen zu erhalten, Prozesse zu beschleunigen und Effizienzpotenziale zu heben – mit messbaren Effekten etwa in Industrieprojekten oder im Gebäudemanagement.
Automobilindustrie: Systemische Neuaufstellung
Ronald Gerschewski ordnete die Lage der Automobilindustrie realistisch ein: Rückläufige Stückzahlen, Überkapazitäten und hoher Investitionsdruck prägen die Branche. Die eigentliche Transformation liege weniger im Antrieb als im Übergang zum software-definierten Fahrzeug und in der Verschiebung der Wertschöpfung hin zu Software, Daten und Rechenleistung. Internationale Wettbewerber – insbesondere aus China – erhöhen den Druck. Chancen sieht Gerschewski in Effizienz, Recycling, grünen Energien, KI und einer stärkeren europäischen Kooperation.
Recruiting neu denken: Gamification als Zugang zur jungen Zielgruppe
Manuela Sachse brachte mit ihrem Impuls einen bewussten Perspektivwechsel ein. Klassische Recruiting-Instrumente erreichen Gen Z und Gen Alpha kaum noch. Gamification und Gaming bieten neue Zugänge zu jungen Talenten – etwa über Employer Branding, gamifizierte Events, Lernformate oder E-Sports-Bezüge. Entscheidend sei nicht „mehr Zocken“, sondern die kluge Nutzung spielerischer Prinzipien, um Aufmerksamkeit, Motivation und Bindung zu schaffen.
Wettbewerbsfähigkeit im Alltag sichern
Zum Abschluss zeigte Kay Rottstädt praxisnah, dass Wettbewerbsfähigkeit nicht nur von Großinvestitionen abhängt. Drei Hebel stehen sofort zur Verfügung: kleine Prozessverluste konsequent reduzieren, Material- und Informationsflüsse stabilisieren sowie Flächen und Wege optimieren. Bereits einfache organisatorische Maßnahmen können Produktivität, Flexibilität und Termintreue deutlich verbessern.
Fazit:
Der Jahresauftakt machte deutlich: Die Herausforderungen sind groß – von Transformation über Fachkräftemangel bis zu globalem Wettbewerbsdruck. Gleichzeitig zeigte der Abend, wie viel Gestaltungskraft in der Region steckt. Mit Kooperation, Innovationsbereitschaft und dem Blick auf sowohl große Linien als auch kleine Hebel kann Südwestsachsen seine industrielle Zukunft aktiv gestalten.
Impressionen (Fotos Ines Escherich)
Karrieretreff Informatik Recruiting Event an der TU Chemnitz
Am 14. April 2026 steht der persönliche Austausch zwischen Unternehmen mit Aufgaben im IT-Bereich und Studierenden sowie Absolventen und Absolventinnen der TU Chemnitz im Fokus. In lockerer Atmosphäre entwickeln sich wertvolle Gespräche und Kontakte für den weiteren Berufsweg.
Werden Sie Teil dieser erfolgreichen Veranstaltung und präsentieren Sie sich von 13:30 bis 17:00 Uhr interessierten Nachwuchskräften. Informieren Sie über Einstiegsmöglichkeiten und berufliche Perspektiven in Ihrem Hause und veröffentlichen Sie aktuelle Stellenangebote an unseren Jobwalls.
Weitere Informationen finden Sie HIER.
Anmeldeschluss in unserem Online-Buchungssystem ist der 15.03.2026.
Ansprechpartnerin
Anja Krumbiegel
Technische Universität Chemnitz
Career Service
E-Mail: tucconnect@tu-chemnitz.de
Telefon: +49 (0) 371 531 – 33706
Veranstaltungsort
Technische Universität Chemnitz
Universitätsbibliothek
Straße der Nationen 33
09111 Chemnitz
Praxisnahe Weiterbildung für die Mitgliedsunternehmen des Industrievereins
Das Fraunhofer IWU bringt seine ausgewiesene Expertise in Forschung und industrieller Anwendung in gezielte Weiterbildungsangebote für die Unternehmen ein. Für 2026 bietet das IWU ein umfangreiches Schulungsportfolio, das aktuelle technologische Themen adressiert und insbesondere die Mitgliedsunternehmen des Industrievereins dabei unterstützen will, Kompetenzen systematisch aufzubauen und zukunftsfähig zu bleiben. Nachfolgend finden Sie interessante Angebote.
Den Schulungsplan dazu finden Sie HIER.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:
Frau Andrea Buchheim
Forschungs- und Transferförderung
Telefon +49 371 5397-1471
andrea.buchheim@iwu.fraunhofer.de
Neue Ausgabe von IVS aktuell online
Die neue Ausgabe unseres Magazins IVS aktuell ist ab sofort online verfügbar. Sie gibt Einblicke in zentrale Entwicklungen und Projekte des Industrievereins und zeigt, wie der Dialog zwischen Industrie, Wissenschaft und Bildung in der Region aktiv gestaltet wird.
Im Fokus stehen unter anderem das neue Transferformat Science2Industry, Impulse aus dem Kulturhauptstadtjahr Chemnitz 2025, internationale Kooperationen sowie Initiativen zur Nachwuchs- und Fachkräftesicherung. Das Magazin macht sichtbar, wie aus Vernetzung konkrete Zusammenarbeit entsteht – regional verankert und international ausgerichtet.
Wir laden Sie herzlich ein, die neue Ausgabe zu lesen. Zur aktuellen Ausgabe
Rückblick: Exklusiven Entdeckungsreise in die Digitalisierung moderner Gebäude bei Siemens
Siemens zeigte eindrucksvoll, wie breit das Unternehmen aufgestellt ist – global und mitten in Sachsen: von Software für den Porsche 911 über Fertigungs- und Mobilitätssysteme bis hin zur Medizintechnik. Mit rund 3.000 Mitarbeitenden, starken Entwicklungsbereichen und drei Standorten in Chemnitz, Leipzig und Zwickau ist Siemens ein zentraler Innovationstreiber unserer Region.
Besonders spannend war der Blick in die digitale Gebäudetechnik: Gebäude werden zunehmend zu intelligenten, vernetzten Systemen, die Sicherheit gewährleisten, Prozesse optimieren und Unternehmen nachhaltig unterstützen. Von Zutrittskontrolle per Smartphone bis KI-basierter Videoanalyse wächst alles zu einer integrierten 360°-Gebäudelösung zusammen.
Die Führung zeigte vier Entwicklungsstufen moderner Gebäude – Sichern, Optimieren, Wachsen, Zukunft gestalten – und machte deutlich, wie Gebäude durch Digitalisierung zu aktiven Partnern im Unternehmensalltag werden.
Ein Schwerpunkt lag auf Cloud- und Energiedatenplattformen: Digitale Zwillinge, prädiktive Wartung und automatisierte Analysen eröffnen große Effizienzpotenziale. Da Gebäude rund 40 % des europäischen Energieverbrauchs verursachen, sind Einsparungen von 20–25 % realistisch.
Ein Praxisbeispiel aus den Kliniken Erlabrunn zeigte, wie cloudbasierte Energiedaten Mehrwert schaffen – transparente Kennzahlen, automatisierte Berichte und frühzeitige Störungserkennung.
Fazit: Digitalisierung, Energieeffizienz und smarte Gebäudesysteme werden zum strategischen Erfolgsfaktor für Unternehmen – und stärken unseren Standort nachhaltig.
Vielen Dank an das Siemens-Team um Michael Schmidt, Christian Grosch, Christian Steinbach, Eva-Maria Brunzlaff und Christian Godlinski für die inspirierenden Einblicke!
Impressionen (Fotos Ines Escherich)
Rückblick: Zukunft live erleben – 3D-Druck für die Industrie
Die Gläserne 3D-Fabrik by Rapidobject macht sichtbar, was sonst im Verborgenen bleibt: den gesamten Prozess des 3D-Drucks – von der digitalen Idee bis zum fertigen Produkt. Transparent, innovativ, praxisnah. Sie ist nicht nur Produktionsort, sondern zugleich Schaufenster für Zukunftstechnologien, Bildungsraum und Begegnungsstätte.
Impressionen (Fotos Christian Hüller)
Science2Industry: Neue Brücke zwischen Forschung und Wirtschaft in Chemnitz
Mit dem neuen Format Science2Industry haben am 23. Oktober 2025 die TU Chemnitz und der Industrieverein Sachsen 1828 e.V. eine Plattform geschaffen, die den Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft auf eine neue Ebene hebt. Die Premiere im Makerspace Vectorlab machte deutlich, wie groß das Interesse am direkten Austausch über Forschung und industrielle Anwendungen ist.
„Unsere Universität versteht sich als Motor für Innovation und Transfer“, sagte Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Rektor der TU Chemnitz, in seiner Begrüßung. „Wissenschaftliche Erkenntnisse entfalten ihre volle Wirkung erst dann, wenn sie in der Praxis ankommen – und Formate wie Science2Industry helfen genau dabei.“ Strohmeier betonte, dass der Wissenstransfer kein Zufallsprodukt sei, sondern eine gezielte strategische Aufgabe: „Gerade in einer Stadt wie Chemnitz, die von technischer Expertise und unternehmerischem Denken geprägt ist, wollen wir gemeinsam mit Partnern aus der Industrie Brücken bauen, um Forschungsergebnisse in marktfähige Lösungen zu überführen.“
Auch Katrin Hoffmann, Geschäftsführerin des Industrievereins Sachsen 1828 e.V., hob die Bedeutung dieses neuen Formats hervor: „Mit Science2Industry schaffen wir einen regelmäßigen Treffpunkt, an dem Forscherinnen und Forscher ihre Ideen präsentieren und Unternehmen direkt anknüpfen können. Das ist gelebter Wissenstransfer – praxisnah, dialogorientiert und mit echtem Mehrwert für beide Seiten.“
Im Mittelpunkt des Morgens standen drei Forschungsfelder, die exemplarisch zeigen, wie vielseitig die Chemnitzer Wissenschaft für industrielle Anwendungen ist:
Prof. Dr. Dietrich Zahn präsentierte seine Arbeiten zur Raman-Spektroskopie und deren Einsatz in der Medizintechnik. Seine Forschung ermöglicht es, krankes Gewebe in Echtzeit zu identifizieren – ein Meilenstein für die Tumordiagnostik. Gemeinsam mit Partnern aus der Neurochirurgie entwickelt sein Team spektroskopische Verfahren, die mithilfe künstlicher Intelligenz binnen Minuten präzise Ergebnisse liefern sollen.
Prof. Dr. Andreas Seefried stellte ein innovatives Verfahren aus der nachhaltigen Kunststofftechnik vor: das reversible Kunststoffnieten. Damit können Kunststoffverbindungen gelöst und wiederverwendet werden – ein wichtiger Schritt hin zur Kreislaufwirtschaft. „Wir müssen Nachhaltigkeit in der Kunststofftechnik neu denken“, so Seefried. „Das Image des Materials kann sich nur verbessern, wenn wir zeigen, dass es auch intelligent und ressourcenschonend genutzt werden kann.“
Prof. Dr. Thomas Basler schließlich zeigte, wie Leistungselektronik die Energiewende möglich macht – von Windkraft über Photovoltaik bis hin zur Elektromobilität. Sein Fokus liegt auf der Robustheit und Lebensdauer von Halbleitern, die über Jahrzehnte extremen Belastungen standhalten müssen. „Deutschland ist in der Leistungselektronik noch Weltmarktführer“, so Basler, „und wir tun alles dafür, dass das auch so bleibt.“
Nach den Impulsvorträgen nutzten die Teilnehmer beim gemeinsamen Frühstück die Gelegenheit zum Austausch über mögliche Kooperationen und Projektideen. Die Atmosphäre war lebendig, offen und von gegenseitigem Interesse geprägt.
Rektor Strohmeier zeigte sich am Ende der Veranstaltung überzeugt: „Wenn Wissenschaft und Industrie auf Augenhöhe ins Gespräch kommen, entsteht Innovation. Chemnitz ist dafür der ideale Ort – mit einer Universität, die exzellent forscht, und einer Industrie, die den Mut hat, Neues auszuprobieren.“
Katrin Hoffmann fasste den Auftakt optimistisch zusammen:
„Science2Industry ist mehr als ein Veranstaltungsformat – es ist ein Signal. Wir wollen zeigen, dass Chemnitz seine Zukunft im Miteinander von Forschung, Industrie und Unternehmergeist gestaltet. Wenn alle an einem Tisch sitzen, entstehen Ideen, die wirklich tragen.“
Die Veranstalter kündigten bereits an, dass Science2Industry quartalsweise fortgesetzt wird.
Impressionen (Fotos Ines Escherich)
Rückblick: Diskussion zur Transformation der Industrie in Südwestsachsen
Im Rahmen einer lebhaften Podiumsdiskussion wurde in Chemnitz die aktuelle Transformation der Industrie beleuchtet. Vertreterinnen und Vertreter aus Automobilwirtschaft, Start-up-Szene und Netzwerken zeigten, dass Südwestsachsen immer wieder vor Umbrüchen stand – von der Industrialisierung über den Strukturbruch der 1990er Jahre bis zu den heutigen Herausforderungen in Automobilbau, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Besonders die Rolle von Volkswagen Sachsen, das Werk Zwickau als Vorreiter der Elektromobilität und die Abhängigkeit vieler Zulieferbetriebe waren zentrale Themen. Junge Unternehmen wie Lignum verdeutlichten zugleich, wie innovative Materialien wie Holz neue Impulse in den Maschinenbau bringen können.
Einigkeit herrschte darüber, dass Südwestsachsen einen Masterplan braucht, um Kräfte zu bündeln und die Transformation aktiv zu gestalten. Dabei gilt es, Forschung, Mittelstand und Politik enger zu verzahnen und die Stärken der Region selbstbewusst nach außen zu tragen.
Die Diskussion machte deutlich: Wandel gehört zur DNA unserer Region – und Südwestsachsen hat die Kompetenz und die Menschen, ihn auch diesmal erfolgreich zu meistern.
Impressionen (Fotos Jens Ahner)
Was für ein Abend in Chemnitz!
Die Lange Nacht der Ausbildung hat gezeigt, dass Berufsorientierung spannend, praxisnah und voller Chancen sein kann.
Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 7 konnten in Unternehmen und Einrichtungen eintauchen – von Hightech bei Siemens und Volkswagen über Energie bei eins bis zu IT-Welten bei KOMSA oder Wissenschaft an der TU Chemnitz. Viele nutzten die Gelegenheit, selbst auszuprobieren, Fragen zu stellen und mit Azubis ins Gespräch zu kommen.
Eltern berichteten begeistert, wie wertvoll es war, ihre Kinder auf dieser Reise zu begleiten und direkt mit Personalverantwortlichen zu sprechen. Jugendliche sprachen von einem „echten Blick hinter die Kulissen“ und einigen wurde klar: Hier könnte mein Weg beginnen.
Dank der angebotenen Shuttletouren war die Stadt voller Entdecker – unterwegs zwischen Werkhallen, Labors und Verwaltungen. Und überall spürte man: Ausbildung in Chemnitz und der Region bedeutet Zukunft, Vielfalt und echte Perspektiven.
Ein großes Dankeschön an alle Unternehmen, Partner und Unterstützer, die diesen Abend möglich gemacht haben. Gemeinsam setzen wir ein starkes Zeichen: Die Fachkräfte von morgen wachsen hier!
Freuen Sie sich schon jetzt auf die kommende „Lange Nacht der Ausbildung“ am 25.09.2026!
Impressionen (Fotos Ines Escherich)
Vier Tage voller Kreativität, Technik und Gemeinschaft
makers united 2025 begeistert über 8.000 Gäste – Ausbau des Schulprogramms und internationale Residenzen für 2026 geplant
Chemnitz, 20. Juni 2025 – Das Mitmach- und Technikfestival makers united hat im Kulturhauptstadtjahr 2025 neue Maßstäbe gesetzt: Mit über 8.000 Besucherinnen und Besuchern wurde das Rekordergebnis des Vorjahres übertroffen. Mehr als 80 Ausstellerstände und über 150 Angebote zum Tüfteln, Entdecken und Selbermachen machten das Festival erneut zu einem Highlight für Technikbegeisterte, Familien, Schülergruppen und internationale Gäste.
Rekordbeteiligung beim Schulprogramm
Ein besonderer Erfolg war das ausgeweitete Schulprogramm: 1.600 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 3 bis 10 nutzten gemeinsam mit über 100 Lehrkräften die Gelegenheit, Technik und Kreativität hautnah zu erleben. Erstmals konnten auch Schulklassen aus Dresden und Leipzig begrüßt werden – ein wichtiger Schritt, den das Festivalteam 2026 weiter ausbauen möchte.
„Besonders erfreut sind wir, dass wir erstmals auch Schulklassen aus Dresden und Leipzig begrüßen konnten. Wir werden diesen Weg weiterverfolgen und uns 2026 noch weiter für den Nachwuchs aus ganz Sachsen öffnen“, so Katrin Hoffmann, Vorstandsvorsitzende des Maker e.V. Chemnitz.
Rückhalt aus der regionalen Wirtschaft
Die Makers United wurde auch in diesem Jahr von starken Partnern aus der Wirtschaft getragen. Uwe Bauch, Geschäftsführer der AUPROTEC GmbH & Co. KG und Vorstandsvorsitzender der community4you AG, betont:
„Kreativität und Erfindergeist gehören zur DNA unserer Region. Umso wichtiger ist es, den Spaß am Selbermachen wieder erlebbar zu machen – genau das schafft die Makers United auf beeindruckende Weise.“
Internationale Perspektiven – gelebte Kulturhauptstadt
Einen besonderen Akzent setzte erneut das internationale „Maker Residenz“-Programm. Zwei Wochen lang waren Makerinnen und Maker aus über 20 Ländern in sächsischen Makerhubs und Werkstätten aktiv. Im Fokus: Austausch, gemeinsames Arbeiten und kulturelle Begegnung auf Augenhöhe.
So lobte etwa Chugyo Sei aus Tokio, Teil einer achtköpfigen Delegation aus Japan, das Format:
„Besonders gut hat uns die Kombination aus Residenzprogramm und Mitmach-Messe gefallen. So konnten wir uns mit vielen anderen Machern austauschen und Erfahrungen über die Durchführung von Maker-Projekten teilen.“
Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der das Festival am 21. Juni offiziell eröffnete, unterstrich die Bedeutung des Festivals als Ort der Innovation und des Austauschs. Begleitet vom Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze erkundete er zahlreiche Stationen und kam mit internationalen Makerinnen und Makern ins Gespräch.
Kooperation mit Nova Gorica wächst weiter
Die Partnerschaft mit der slowenischen Kulturhauptstadt Nova Gorica erhielt ebenfalls neuen Schub: Zwei partizipative Kunstprojekte – ein interaktiver Baum und ein Puzzle-Herz – wurden gemeinsam gestaltet und werden nun auch in Nova Gorica präsentiert. Mojca Stubelj Ars vom Xcenter betonte:
„Ich bin zum dritten Mal bei makers united und mit jedem Mal liebe ich das Festival, die Menschen und die Stadt mehr.“
Blick nach vorn: makers united 2026
Auch für 2026 ist die Richtung klar: Neben einer Erweiterung des Schulprogramms auf ganz Sachsen plant das Team eine Wiederholung und Weiterentwicklung der internationalen Maker Residenzen. Ziel ist es, die in Chemnitz geknüpften Verbindungen zu festigen und langfristig weiterzuführen.
„Nach makers united ist vor makers united“, so Katrin Hoffmann. „Das Festival ist für uns nicht nur ein Event, sondern ein kontinuierlicher Prozess – mit Wirkung weit über das Festival hinaus.“
Über makers united
Das Festival makers united ist ein Projekt des Maker e.V., des Industrievereins Sachsen 1828 e.V. sowie des Branchenverbands Kreatives Chemnitz e.V., in Kooperation mit der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 und der C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH.
Förderer 2025: AUPROTEC, community4you, Infineon, Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Envia, Königreich der Niederlande/NL in Deutschland, Edeka, Haus E, Cewus, Lichtenauer, Bruno Banani, Freie Presse.
Impressionen (Fotos Ines Escherich)
Sommertreff der sächsischen Wirtschaft 2025
Ein besonderer Ort für einen besonderen Anlass: Der diesjährige Sommertreff der sächsischen Wirtschaft, organisiert vom RKW Sachsen, VEMASinnovativ und dem Industrieverein Sachsen 1828 e.V., führte uns nach Mittweida – eine Stadt, in der kurze Wege, direkte Ansprechpartner und ein außergewöhnliches Miteinander zwischen Hochschule, Unternehmen und Stadtverwaltung keine Floskeln sind, sondern gelebte Praxis.
Die Hochschule Mittweida präsentierte sich als starker Leuchtturm für angewandte Forschung und Transfer – ein echter Innovationsmotor. In der Diskussionsrunde im Medienzentrum wurde er spürbar: der „MittweidaSpirit“.
Er lebt durch Unternehmen, die pragmatisch, nahbar und kooperationsbereit agieren, Gründungen, die auf das starke Netzwerk, lokale Banken und echte Unterstützung zählen können, eine Hochschule, die nicht nur lehrt, sondern mitdenkt, mitgestaltet und verbindet und eine Stadt, die stolz auf ihre Entwicklung ist – zu Recht.
Spannende Einblicke in innovative Unternehmen und Einrichtungen, wie ACSYS Lasertechnik GmbH, COTESA GmbH, IMM electronics GmbH, LASERVORM GmbH, Laserinstitut Hochschule Mittweida und Werkbank 32, rundeten den Tag ab.
Der krönende Abschluss: Netzwerken im historischen Wasserkraftwerk Mittweida, betrieben von enviaM-Gruppe, ein Ort, der wie gemacht ist für gute Gespräche, neue Ideen und starke Allianzen.
Impressionen (Fotos Ines Escherich)












































































































































































































































































