Industrie trifft Kunst - Andy Warhol "Death and Disaster"

Kunst trifft Industrie - Besichtigung der Ausstellung Andy Warhol "Death and Disaster"

Am 26. Januar luden die Kunstsammlungen Chemnitz die Mitglieder des Industrievereins Sachsen und des Forum Tiberius – Internationales Forum für Kultur und Wirtschaft – zu einem Rundgang durch die Andy Warhol-Ausstellung „Death and Disaster“ ein.

Der Vorstandssprecher des Dresdner Forum Tiberius, Dr. Sebastian Meyer-Stork, hob in seiner einführenden Rede die wechselseitige Abhängigkeit von Kunst und Industrie sowie die Bedeutung von Kreativität als Innovationstreiber für Wirtschaft und Wissenschaft hervor.

Industrievereins-Präsident Prof. Dr. Hans J. Naumann ging anschließend auf die in Sachsen – und speziell in Chemnitz – traditionell enge Verbindung von Kunst und Industrie ein. Auch heute würden sich viele Unternehmer wieder in der Verantwortung sehen, Kunst und Kultur zu fördern und sie der nächsten Generation nahezubringen, betonte Naumann.Vor diesem Hintergrund hatte sich der Industrieverein Sachsen im Jahr 2012 am Erwerb des Gemäldes „Die Abwägung“ von Neo Rauch beteiligt, welches als Leihgabe an die Stadt Chemnitz ging und heute im Ratssaal zu sehen ist. Doch nicht nur die Kunst, sondern auch die Kultur- insbesondere die Industriekultur – werde von den Unternehmern unterstützt, so Naumann.

Die Generaldirektorin der Kunstsammlungen Chemnitz, Ingrid Mössinger, gab den Gästen im Anschluss eine kurze Einführung in die Ausstellung „Death and Disaster“. Warhol, der sich seit Beginn der 1960er Jahre mit Katastrophen, Tod und Unglück auseinandersetzte, drücke mit den Bildern seine Auffassung aus, „dass die schöne Oberfläche der Konsumwelt grausame Schattenseiten birgt“, so Mössinger.  Oftmals habe er Todes- und Unglücksbildern aus Polizeiberichten oder der Presse verwendet, die er mit Hilfe des Siebdrucks und verschiedenfarbige Vervielfältigung transformierte.

Während der Führung durch die Ausstellung begegneten den Teilnehmern Bildern von Autounfällen, den Rassenunruhen in den Südstaaten, dem elektrischen Stuhl und dem selbst gewählten Tod, die zugleich Tragik und Absurdität des Lebens repräsentieren und dadurch einen bleibenden, nachdenklich stimmenden Eindruck bei den Betrachtern hinterließen.

 

Ort: Kunstsammlungen Chemnitz, Theaterplatz 1, 09111 Chemnitz

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