Routen der Industriekultur

Sachsen bietet eine der eindrucksvollsten Industriekulturlandschaften Europas. Diese soll für Gäste und Einheimische im wörtlichen Sinne „erfahrbar“ und begehbar gemacht werden.

Chemnitz als traditioneller Industriestandort liefert dafür das Modell. Ausgehend von einem Stadtratsbeschluss, historisch bedeutsame Industriebauten in Chemnitz entsprechend zu kennzeichnen, entstand die Idee zu einer Chemnitzer Route der Industriekultur.

Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Stadt, der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft CWE und des Industrievereins Sachsen 1828 e.V. entwickelte die zwei Chemnitzer Routen der Industriekultur –  eine Fußgängerroute in der Innenstadt und eine Fahrrad- oder Segway-Route.

Die Objekte, die miteinander verbunden werden, sind größtenteils Fabriken und Unternehmervillen, die bereits saniert sind oder aber kurz vor der Sanierung stehen, wie z. B. die Alte Aktienspinnerei.

Die Gebäude wurden im ersten Schritt mit Tafeln versehen, die neben den jeweiligen Stammdaten einen QR-Code für weiterführende Informationen enthalten. Für die Recherche zu den Gebäuden konnte das Seniorenkolleg der TU Chemnitz gewonnen werden. In einem generationsübergreifenden Projekt zwischen Schülerinnen und Schülern des Georgius-Agricola-Gymnasiums in Chemnitz und den Mentoren des Seniorenkollegs wurden gemeinsam die Inhalte für die Tafeln und weiterführende Informationen auf der mobilen Website der CWE erstellt. (www.chemnitz-entdecker.de)

Über den QR-Code können diese direkt vor Ort mit einem Smartphone abgerufen werden. Alternativ ist das Nachlesen auch zu Hause am Computer möglich.

Im zweiten Schritt sind unter der Regie des Industrievereins Sachsen 1828 e.V. Hörbeiträge zur Geschichte der einzelnen Gebäude, ihrer industriekulturellen Bedeutung sowie der heutigen Nutzung und Eigentümer entstanden.

Auch diese sind über den jeweiligen QR-Code auf der Tafel per Smartphone abrufbar. Alternativ sind die Hörbeiträge als Route der Industriekultur in der bereits bestehenden kostenfreien Smartphone-App „Chemnitz to go“ abrufbar.

Dieser Audio-Guide  kann  später auch in eine App zur Sächsischen Route der Industriekultur eingefügt werden. Die Chemnitzer Route der Industriekultur ist damit ein sächsisches Modellprojekt. Ziel ist es, die Chemnitzer Route in den Folgejahren auf andere Regionen und Städte in Sachsen zu übertragen und punktuell zu einer sächsischen Route der Industriekultur zu verbinden.

Über die bereits bestehenden europäischen  Ankerpunkte Chemnitz, Zwickau und Hoyerswerda kann die Sächsische Route dann auch an die Europäische Route der Industriekultur angebunden werden.

 

Chemnitzer Route der Industriekultur

Route Chemnitz

Mögliche Sächsische Route der Industriekultur

 

Sächsische Route der Industriekultur