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INTEC 2009 mit Ausstellerplus / Industrieverein erstmals mit Stand vertreten

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten konnte die 12. Fachmesse für Fertigungstechnik, Werkzeugmaschinen und Sondermaschinenbau positive Signale aussenden. Mit 1.320 Ausstellern aus 28 Ländern hat sich das Messe-Doppel zur größten Investitionsgüterschau der neuen Bundesländer entwickelt. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 14 Prozent. Auch anhand der Besucherzahlen – 20.200 Besucher reisten nach Leipzig – ist die gewachsene Bedeutung der INTEC erkennbar.

Erstmals auf der INTEC vertreten war in diesem Jahr der Industrieverein Sachsen 1828 e.V., der sich am Gemeinschaftsstand „Industrie trifft Wissenschaft“ – organisiert von der Verbundinitiative Maschinenbau – präsentierte. Während der viertägigen Messe gab es viele Gelegenheiten, bestehende Kontakte zu pflegen und neue aufzubauen.

Unter den Ausstellern befanden sich wie jedes Jahr zahlreiche Mitgliedsunternehmen des Industrievereins, die trotz der schwierigen Lage durchweg ein positives Resumée ziehen.
So war es laut Prof. Dr. Hans J. Naumann, geschäftsführender Gesellschafter der NILES-SIMMONS Industrieanlagen GmbH, die bisher größte INTEC, bei der auch Messebesucher mit guten Anfragen zugegen waren. Die Verdichtung dieser Anfragen werde über den Erfolg der Messe entscheiden. Die INTEC in Leipzig, die nur durch die Initiative der Chemnitzer Aussteller sowie der Messeleitung aufgebaut wurde, habe sich als Maschinenbaumesse mehr als bestätigt, so Naumann. Trotz zunächst großer Widerstände des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) habe jetzt erwirkt werden können, dass der VDW die INTEC unterstütze und zwar jeweils im Jahr der Messe EMO. Um dieser Gegebenheit zu genügen, werden die INTEC wie auch die EMO zukünftig alle 2 Jahre stattfinden.

Ebenso positiv schätzt der geschäftsführende Gesellschafter der GPP Gesellschaft für Prozessrechnerprogrammierung, Dr. Ulrich Dietel, die Entwicklung der INTEC ein. Der Standortwechsel der Messe habe sich bewährt. Als einzige Industriemesse in Ostdeutschland mit überregionalem Charakter sei die Messe für die GPP von großer Bedeutung. Im Vordergrund stehe für sein Unternehmen auf solch einer Messe die Kontaktepflege zu Kunden und Partnern. Insgesamt zeigt sich Dietel mit der Resonanz während der Messe zufrieden. Die gewonnenen Kontakte und Nachfragen würden zurzeit bearbeitet.

Viele Besucher konnte auch die Werkzeug Eylert GmbH & Co. KG an ihrem großen Messestand „Das-Technikzentrum.de“ verzeichnen. Viele Interessenten wären von der guten Stimmung auf der Messe überrascht gewesen, meinen die geschäftsführenden Gesellschafter Achim und Hannes Eylert. Getreu dem Motto: Wer das Steuer loslässt, ist im Sturm verloren, sind sie sich einig, dass es gerade jetzt wichtig ist, sich auf Messen zu zeigen. Beide bescheinigen der INTEC eine sehr gute Entwicklung.

Positiv überrascht von der Anzahl der Aussteller sowie der Struktur der Aussteller - von kleinen Unternehmen über viele Mittelständler bis hin zu den großen Unternehmen aus verschiedenen Branchen - zeigte sich Wolfhard Lampe, geschäftsführender Gesellschafter der WEMA Glauchau. Als Bereicherung empfand er auch die zahlreichen ausländischen Aussteller, hauptsächlich auf der Z. Insgesamt ist das Fazit der WEMA Glauchau überwiegend positiv - interessante Gespräche konnten geführt und bereits bestehende Kundenkontakte gepflegt werden. Bezüglich der Neukundenkontakte hätte sich das Unternehmen, nach Aussage des Geschäftsführers, etwas mehr Resonanz versprochen, aber in Anbetracht der allgemeinen wirtschaftlichen Situation sei die Zurückhaltung der Interessenten durchaus verständlich. Die WEMA Glauchau, die sich 2009 das erste Mal auf der INTEC in Leipzig präsentierte, wird sehr wahrscheinlich im Jahr 2011 wieder dabei sein.

Gleiches gilt für die richter & heß VERPACKUNGS-SERVICE GmbH. Bei ihrem ersten Auftritt auf der Z bewies die Firma, die Verpackungen für Industrieprodukte herstellt, Einfallsreichtum und zog mit einem Messestand aus Pappe viele Blicke auf sich. Dadurch hätten sich laut geschäftsführendem Gesellschafter Ulrich Richter zahlreiche interessante Gespräche ergeben. Und da jedes Produkt auch verpackt werden muss, konnten sogar bereits die ersten Anfragen verzeichnet werden. Insgesamt zieht die Firma damit auch in wirtschaftlich schlechteren Zeiten eine positive Bilanz.

Sehr zufrieden mit dem diesjährigen Messeauftritt zeigt sich auch Dr. Stephan Kieselstein, geschäftsführender Gesellschafter der Firma KIESELSTEIN. Zahlreiche neue Kontakte hätten sich ergeben. Die vorgestellten neuen Produkte wie die Gewebeschneidmaschine GSM und die neuartigen 3D-Drahtstrukturen strucwire® zogen das Interesse der Besucher auf sich und boten Anlass für einen regen Gedankenaustausch am Stand, so Kieselstein. Der Studententag mit der von Dr. Kieselstein unterstützten Podiumsdiskussion stellte für die KIESELSTEIN GmbH ein Highlight der Messe dar.

Der Studententag hätte auch bei StarragHeckert dazu beigetragen, Fragen zu Beschäftigungsmöglichkeiten zu beantworten und Perspektiven zu eröffnen, sagt Geschäftsführer Dr. Eberhard Schoppe. Zahlreiche junge Leute hätten diese Möglichkeit zur Information genutzt. Zudem konnte sich das Unternehmen neben Gesprächen mit bekannten Kunden auch über neue Kontakte und Anfragen freuen. Insgesamt wäre die Messe ein Erfolg, der Anlass und Motivation für die Beteiligung von StarragHeckert an der nächsten INTEC im Jahr 2011 sei.

„Wir sehen und hören das Gewitter aber werden noch nicht nass“, beschrieb Jens Hertwig, geschäftsführender Gesellschafter der N+P Informationssysteme GmbH vorsichtig die gegenwärtige Situation für seine Firma. Wie auch die INTEC entgegen aller Unkenrufe einen Besucherzuwachs verzeichnen konnte, verspürte die N+P - seit mehreren Jahren INTEC-Aussteller - trotz Krisensituation ein gewachsenes Interesse an ihren Produkten. Gerade jetzt, da Unternehmensprozesse verstärkt unter die Lupe genommen würden, seien IT-Systemintegration und selektives IT-Outsourcing wichtige Themen, erklärt Hertwig die Entwicklung und zeigt sich mit dem Verlauf der Messe zufrieden.

Zufrieden ist auch Wolfgang Neubert, Geschäftsführer der Anchor Lamina GmbH, dennoch war e die angespannte wirtschaftliche Situation für ihn auf der INTEC bereits spürbar. Konkrete Aufträge wären selten gewesen, doch Neubert gibt sich überzeugt, dass es gerade in Zeiten der Rezession notwendig sei, Flagge zu zeigen und die Produktionsvielfalt und –tiefe der Unternehmen zu präsentieren. Mit zahlreichen Interessenten habe er auf der Messe intensive Fachgespräche über neue Produkte und Verfahren geführt. Für ihn habe es sich wieder bestätigt, dass die Entscheidung, die INTEC von Chemnitz nach Leipzig zu verlegen, richtig war. Gefreut habe er sich in diesem Jahr besonders über den erstmaligen Auftritt des Industrievereins Sachsen 1828.

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Text: Katrin Hoffmann