Meeting
mit Bundesminister Wolfgang Tiefensee
Der Bundesminister
für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Wolfgang Tiefensee sprach
am 20.02. vor rund 100 Vertretern des Industrieverein Sachsen 1828 e.V.
Im Mittelpunkt seines Vortrages standen die Maßnahmen der Bundesregierung
zur Unterstützung des Mittelstandes in Ostdeutschland.
Vor dem Hintergrund
der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise versuche die Bundesregierung
mit dem Konjunkturprogramm II neben dem Bankenschirm auch einen Schirm
über die Arbeitsplätze zu spannen. So seien die Gelder für
zahlreiche bereits bestehende Programme deutlich aufgestockt worden.
Laut Tiefensee würden zusätzliche drei Milliarden Euro für
den Verkehr bereitgestellt, so dass Projekte wie die Sachsen-Franken-Magistrale
und Deutsche Einheit schneller umgesetzt werden können. Weiterhin
stehen zusätzliche Gelder für die Sanierung von Häusern,
Schulen und Kindergärten zur Verfügung.
Ein Programm, das
speziell für den Mittelstand konzipiert wurde, ist ZIM, das Zentrale
Innovationsprogramm für den Mittelstand. Diese Zukunftsinvestition
für den innovativen Mittelstand sei um jeweils 450 Millionen Euro
für das Jahr 2009 und 2010 aufgestockt worden. 100 Millionen davon
würden laut Tiefensee jeweils nach Ostdeutschland fließen.
Um die Verbindung zwischen der Forschung und dem Mittelstand zu unterstützen,
habe die Bundesregierung die Mittel für Forschungsprogramme, wie
z.B. EXIST oder ForMaT und InnoRegio erhöht. Zur Unterstützung
des Mittelstandes sei weiterhin die Investitionszulage verlängert
worden, die von 2010 bis 2013 jährlich degressiv verringert werde
Weitere konkrete
Maßnahmen seien die Abwrackprämie und die Verlängerung
der Kurzarbeit von sechs auf 18 Monate.
Mit Blick auf das Wasserstoffbasierte ÖPNV-Konzept der TU Chemnitz
betonte Tiefensee am Ende seines Vortrages, wie wichtig es gerade in
dieser schweren Zeit sei, Forschung und Entwicklung weiter voranzutreiben,
um so für die Herausforderungen nach der Krise gewappnet zu sein.
Darüber hinaus riet er den anwesenden Unternehmern, dem drohenden
Fachkräftemangel mit familienfreundlichen Unternehmen mit Väterarbeitszplätzen
und entsprechenden Arbeitszeitregimes sowie mit Kindergärten, die
am Unternehmen angeschlossen sind, zu begegnen. Die Bundesregierung
unterstütze dies mit dem Programm Wirtschaft trifft Wissenschaft.
Im Mittelpunkt der
anschließenden Diskussion mit dem Bundesverkehrsminister stand
neben Wirtschaftsansiedlungen und Stadtumbau ein für die Region
entscheidender Standortfaktor die Infrastruktur, konkret der
Ausbau der Autobahnverbindung zwischen Chemnitz und Leipzig. Nach Aussage
des Bundesministers werde es möglich sein die Strecke Chemnitz
- Borna Ende des Jahres 2012 zu befahren.
Den kompletten Vortrag
des Bundesministers finden Sie demnächst
hier
Text: Katrin
Hoffmann
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